Grüne Florfliege

Grüne Florfliege
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Grüne Florfliege  Chrysopa carnea Die Florfliegen, auch Goldaugen genannt, gehören zu den Netzflüglern. In Mitteleuropa gibt es etwa 35 Arten, am weitesten verbreitet ist die Gemeine Florfliege. Ihren Namen verdankt sie ihrem luftig-leichten Gewebe, dem Flor, ihrer gelgrünen bis blaugrünlichen Flügel. Die Augen sind golden-gelblich. In Ruhestellung werden die Flügel dachförmig über dem Körper gehalten. Die Gemeine Florfliege ist etwa 1cm groß bei einer Flügelspannweite von 3 cm.
An der Vorderbrust haben sie eine Drüse, aus der sie bei Gefahr ein stinkendes Sekret zur Abwehr ihrer Fressfeinde spritzen. Sie werden deshalb mancherorts Stinkfliegen genannt. Zusätzlich haben sie an der Basis ihrer Vorderflügel ein Organ, mit dem sie Töne im Ultraschallbereich orten können. Nähert sich ihnen eine Fledermaus, die mit Hilfe von Ultraschall ihre Beuteinsekten zu orten sucht, so lassen sich die Florfliegen einfach zu Boden fallen. Denn auch Florfliegen sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv.
Florfliegen können sich auch untereinander „verständigen“, indem sie mit ihrem Hinterleib vibrieren und damit auf den Blättern, auf den sie sich niederlassen, in regelmäßigen Frequenzen trommeln.
Ihr Lebensraum reicht von Parks, Gärten, lichten Wäldern bis in die Siedlungen hinein. Häufig überwintern sie auf Dachböden, Wintergärten und ähnlichen Räumen. An warmen Abenden in den Sommermonaten sieht man sie in größeren Schwärmen im Garten fliegen. Tagsüber verhalten sie sich ruhig und sitzen gut getarnt auf der Oberseite grüner Blätter.
Die Larven sind verhältnismäßig klein und stark behaart und beborstet. Häufig tarnen sie sich zusätzlich, indem kleine Blatt- und Rindenstückchen oder leere Blattlaushüllen auf diese Borsten aufspießen. Bevor sich die ausgewachsenen Larven verpuppen, spinnen sie sich zwischen zwei Aststückchen ein. Die Puppe hängt dann frei in der Luft. Am Ende der Puppenruhe beißt sie ein Loch in den Kokon, schlüpft dann daraus hervor und häutet sich dann erst zur Imago, der Florfliege. In der Regel überwintert die Gemeine Florfliege auch im Stadium der Imago.  Im Frühjahr findet man dann die Eigelege in Nachbarschaft von Blattlauskolonien. Die Eier sind gestielt. Dazu entlassen die Weibchen ein Sekret aus der Hinterleibsanhangdrüse. Das Sekret wird durch Anheben des Hinterleibs auf dem Blatt festgeklebt, erstarrt an der Luft zu einem Stiel, auf dem dann jeweils ein Ei befestigt wird.
Nahrung
Die Larven der Florfliege leben fast ausschließlich von Milben und Blattläusen. Die anvisierte Blattlaus wird regelrecht aufgespießt.  Der erbeuteten Blattlaus spritzen sie dann ein stark wirkendes Gift ein, das innerhalb von weniger als einer Minute das körperinnere auflöst und verflüssigt. Dann saugt die Florfliege den Körpersaft der Blattlaus auf. Zurück bleibt nur die leere Blatthaushülle aus Chitin. Eine einzige Florfliegenlarve kann auf diese Weise bis zu 100 Blattläuse pro Tag vernichten! Die Imagines der Gemeinen Florfliegen ernähren sich von Blütenpollen und –nektar, sowie dem Honigtau, den die Blattläuse ausscheiden.

Nutzen
Florfliegenlarven leben fast ausschließlich von Blattläusen. Neben Marienkäfern und einigen Schwebfliegenarten gehören sie zu den besten Blattlausjägern und gelten daher als besonders nützlich. Da Florfliegen neben Dachböden, häufig auch in Wintergärten und an Zimmerpflanzen in der Nähe von Blattlauskolonien überwintern, sollte man bei der Blattlausbekämpfung mit Insektiziden äußerst zurückhaltend und vorsichtig umgehen, um nicht auch ihre Erzfeinde,  die Florfliegen, mit abzutöten.

Bild Quelle
Photo. Rasbak, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
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